Fischer+Friedrich

Neubau Sporthalle
Weil im Schönbuch

Den Hallenbereich überspannen geschweißte Kastenprofile als Einfeldträger mit einer Spannweite von 27m. Die Binder werden im Abstand von 5m angeordnet und sind auf der Fassadenseite auf Stahlpendelstützen und auf der Tribünenseite auf einem abgespannten Waagebalken aufgelagert. Der abgespannte Waagebalken wird als gevouteter und geschweißter Kastenträger ausgebildet und über ein Kipplager auf der eingespannten Tribünenstütze aufgelagert. Die Abspannung des Waagebalkens erfolgt mit Stahlzugstäben auf die Stahlbetonkonstruktion des darunter liegenden Umkleidebereichs. Im Foyerbereich können die Hallenbinder auf den Stahlbetonwänden des Regieraums noch zusätzlich aufgelagert werden, so dass in diesen Achsen die Querschnittsabmessungen der Hallenbinder und Waagebalken reduziert werden konnten. Im Vordachbereich wird ein geschweißter Kastenträger als Durchlaufträger auf Stahlpendelstützen angeordnet. Im Hallen- und Foyerbereich liegen Brettschichtholzpfetten im Abstand von 1,25m als Durchlaufträger auf den Hauptbindern auf und tragen die Dachscheibe aus BFU-Platten. In den Dachbereichen zwischen den Achsen A bis C und L bis M wird die Dachschalung als aussteifende Scheiben ausgebildet und schubsteif mittels Füllhölzern mit den Hauptbindern verschraubt. Die Aussteifung der gesamten Dachscheibe erfolgt mit Flachstahlverbänden, die auf der Oberseite der BFU-Platten liegen und mit diesen verschraubt sind. Der Anschluss der Verbände an die Hauptbinder und die aussteifenden Stahlbetonwandscheiben wird durch aufgeschraubte Stahlkonsolen hergestellt. Die Auflagerung der Dachscheibe auf dem Stahlbetontragwerk des Regieraums wird mit Stahlstützen und Rundstahlverbänden hergestellt. Im Bereich des Vordachs von Achse A bis B bzw. C werden die Dachlängspfetten auf den BFU-Platten angeordnet. Über dem Tribünenbereich wird die tragende Dachhaut aus Rippenplatten gebildet, die als Verbundquerschnitt aus 3-Schichtplatten und aufgeleimten BSH-Rippen zusammengesetzt sind. Die Rippenplatten werden als Einfeldträger mit einer Spannweite von 5m auf den Waagebalken aufgelagert. Die 3 bzw. 2 Endfelder an den beiden Giebelseiten werden als aussteifende Scheiben ausgebildet und mit Füllhölzern schubsteif mit den Waagebalken verschraubt. Das Verbindungsdach zwischen der Giebelwand der bestehenden Sporthalle und der Längswand der neuen Sporthalle wird auch als Holzrippenplatte ausgeführt, die auf Stahltquerträgern im Abstand von 5m aufgelagert werden. Die Stahlquerträger werden an der Stahlbetongiebelwand der alten Halle angedübelt. Der Anschluss an die neue Halle erfolgt im Bereich der Stahlbetonwand über einbetonierte Einbauplatten, ansonsten über Stahlkonsolen an die Waagebalken. Die bestehende Pausenhofüberdachung wird bis zum letzten Unterzug an der Achse 8 abgebrochen und durch eine neue Stahlbe-tonflachdecke ersetzt. Diese Flachdecke wir punktförmig auf neuen Stahlstützen und linienförmig auf der Stahlbetonaußenwand der neuen Halle aufgelagert.
Die tragenden Außen- und Innenwände der Halle werden als bewehrte Ortbetonbauteile in fugenloser Bauweise hergestellt. Die Decken über dem Untergeschoss und die geneigte Tribünenplatte sind als zweiachsig gespannte Flachdecken konzipiert und punkt- bzw. linienförmig auf den Stahlbetonwänden und Stahlbetonstützen aufgelagert. Die Massivtreppen werden als Stahlbetonfertigteile mit herausstehender Anschlussbewehrung ausgeführt und in die Deckenschalung eingelegt. Die Bodenplatten der Halle und der Nebenräume werden als freitragende, zweiachsig spannende Stahlbetonflachdecken berechnet und bemessen. Die Auflagerung erfolgt auf den rechteckigen Magerbetonvertiefungskörpern. Unter den Stahlbetonwänden werden linienförmige Fundamentverstärkungen angeordnet. Die Einspannmomente des Waagebalkens werden durch eine Fundamentplattenverstärkung zwischen den Zuggliedern und der Stütze kurzgeschlossen. Die Zugkräfte aus den Zugstäben des Waagebalkens werden über je zwei DSI-Einzelspannglieder in die Stahlbetonbalken eingeleitet. Die Spannglieder werden nach der Montage der Stahlkonstruktion gezielt nach Vorgaben vorgespannt. Die Bodenplatte und die Außenwände im rückwärtigen Hal-lenbereich bei den Achsen C, O und 8 werden mit WU-Beton hergestellt. Die Arbeitsfugen zwischen Bodenplatte und Wand und auch die sich ergebenden Arbeitsfugen in den Wänden und der Platte müssen mit Fugenbändern abgedichtet werden. Die beiden Übergänge im UG zwischen der alten und neuen Halle werden mit einem umlaufenden Dehnfugenband, das an die bestehenden STB-Wände angedübelt wird, abgedichtet. Die Wände und die Decke des Regieraums werden als bewehrte Ortbetonbauteile ausgeführt. Die Anschlüsse der Träger und Stützen des Dachstahltragwerks erfolgt durch Anschweissen an in die Stahlbetonbauteile bündig einbetonierten Stahleinbauplatten.
Die Abtragung der Auflagerlasten in den Baugrund erfolgt punktuell über Magerbetonvertiefungskörper in die tragenden Bodenschichten des in ca. 1 bis 3m Tiefe anstehenden Ton-Schluffsteins. Zur Herstellung der Bodenpatte wird eine 30cm dicke, verdichtete Schotterschicht eingebaut. Zur Gewährleistung der horizontalen Wasserdurchlässigkeit des Baugrundes und zur Erhaltung der Abflussmöglichkeit für Schichtenwasser müssen in den Streifenfundamenten in regelmäßigem Abstand Rohrhülsen einbetoniert werden.